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Erkältungssirup

DIY - ein einfache Anleitung

brauner Erkältungssirup in einem Einmachglas. Darin steht ein silberner Esslöffel

3.11.2014 Jedes Jahr Ende Oktober/Anfang November haben wir ungebetene Gäste aus dem Kindergarten, vom Kinderturnen oder einer anderen Bakterienschleuder wie einem überfüllten Zug voller Triefnasen bei uns zu hause - leider auch oft noch über Nacht. Bei kleinen Kindern können diese Nächte mit Erkältung sehr anstrengend sein. Für Nichteltern weise ich einmal darauf hin, dass die Kleinen oft einen erhöhten Würgereiz haben und so auch bei Husten nachts die Betten neu bezogen werden dürfen. Also kramt man alte Hausmittelchen heraus. Dieses Jahr haben wir uns schon vorher müllvermeidend gerüstet und voila, schon stand unser Gast namens Erkältung mit seinem Kumpel Husten vor der Tür. Dieser wurde mit unserem Erkältungssirup bekämpft, was erstaunlicherweise gut klappte. Ansonsten bleiben diese Gäste sehr lange und bringen noch weitere Kumpanen wie Bronchitis mit. Wir sind sie nun los, dafür zog gleich der nächste Gast ein (sind wir ein Hotel???) und wir brauchen dringend Nachschub. Also machten wir uns wieder ans Werk:

Zutaten: eine Hand voll Salbei eine Hand voll Pfefferminze zwei gehäufte EL Thymian ca. 800ml Wasser ca. 750g Zucker Gläser mit Schraubdeckel z.B. Marmeladengläser wiederverwenden Unseren Erkältungssirup haben wir aus Salbei, Pfefferminze und Thymian hergestellt. Wir haben die letzten Reste, die uns der November gelassen hat vom Salbei und der Pfefferminze abgeerntet. Letztere hat bei uns einen rötlichen Stängel und ist wahnsinnig intensiv. Nur auf Thymian mussten wir getrocknet zurückgreifen. Der litt schon unter der Witterung. Wir gaben zwei gute Hand voll Kräuter samt dünnen Stängelchen in einen Topf und bedeckten sie mit Wasser. Dazu zwei gehäufte Esslöffel Thymian und dann das Ganze eine halbe Stunde köcheln lassen. Danach seihten wir die Kräuter durch ein Sieb in einen Glasmessbecher ab. So wussten wir gleich, wieviel Brühe entstanden ist. Das ist wichtig, da ja noch der Zucker im richtigen Verhältnis dazu muss. Es heißt für Sirup: auf 1 Liter Wasser (Kräuterauszug, Saft, etc.) kommt 1 kg Zucker. Je nachdem, wieviel Brühe euch entstanden ist, müsst Ihr eben Zucker dazu geben. Bei uns waren es 750ml Kräuterauszug und so mussten 750g Zucker dazu. Kann bei Euch etwas mehr oder weniger sein, aber ganz einfach umzurechnen. Wir haben das Gemisch noch einmal unter Rühren Aufkochen lassen bis der Zucker komplett aufgelöst war und füllten den Sirup heiß in Gläser. Das können z.B. gebrauchte, gut ausgespülte Marmeladen Twist Off Gläser sein. Die Kräuter bekommt ihr entweder frisch im Garten, vom Balkon oder der Fensterbank, oder ihr nehmt die getrocknete Variante. Lose bekommt ihr Kräuter z.B. im Kräuter- und Unverpackt-Laden, Gewürzmühlen etc. Den Zucker sollte man lieber in Papier verpackt bevorzugen statt in Plastik oder sich, falls vorhanden, direkt in regionalen Mühlen oder Unverpackt-Laden abfüllen lassen, wenn ihr Müll vermeiden möchtet. Auch ein Großpack, das man such mit anderen teilt, würde Verpackung sparen. Aber Zucker würde sich auch unbegrenzt lagern lassen, falls ihr Platz dafür haben solltet. In Apotheken und Drogerien gibt es auch viele pflanzliche Erkältungssirups, selten statt in der Plastik- in der Glasflasche. Beides bucht nachhaltig. Mehrweg findet man nie. Dazu ein Beipackzettel mit dem obligatorischen Hinweis, dass man bei schweren und anhaltenden Erkältungssymptomen den Arzt heranziehen soll. Das weiß zwar jeder, muss aber wohl immer wieder gesagt werden. So dann auch hier . Wer allergisch oder überempfindlich gegen eines der Bestandteile ist, sollte vielleicht nicht mit dem Sirupbrauen anfangen - eh klar! Also: Kommt gut durch die Erkältungszeit! Vielleicht hilft der leckere Erkältungssirup dabei - auf den unsere Kinder übrigens total stehen und der auch im Tee köstlich schmeckt. Oder öffnet gewissen Gästen erst gar nicht die Tür...

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