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Einkaufen auf dem Feld

Von Sommer bis späten Herbst ist es in ländlichen Regionen möglich: Einkaufen auf dem Feld.

Feld mit einem gelben Schild mittendrin. Auf dem Schild steht: Bio Salate und Gemüse zum Selberernten

Ländliche Regionen haben manchmal keinen oder nur einen wirklich kleinen Bauernmarkt oder er ist nicht erschwinglich und von einem unverpackt-Laden kann gar nicht die Rede sein. Einige kleine Dörfer haben auch nur einen oder zwei Discounter, die fast ausschließlich abgepacktes Gemüse führen. Dafür gibt es jetzt vermehrt die Möglichkeit auf dem Feld direkt einzukaufen, jederzeit, auch sonntags. Die Bauern, und in unserer Region vorallem Biobauern, nehmen das als Möglichkeit der Direktvermarktung. Es wird Gemüse angebaut, das in unseren Breiten wächst.

Feld mit Salat, Bohnen und Gründüngung. Im Hintergrund ist ein Wohngebiet zu sehen. Die Sonne geht unter.

Zucchini und Zucchiniblüten (gefüllt sind sie eine Delikatesse), Gurken verschiedener Arten (auch Einlegegurken), Radieschen, verschiedene Salate, Karotten, Rettich, Sellerie, rote Beete, Kohlgemüse wie Wirsing, Weißkraut, Rotkohl, Blumenkohl, Brokkoli oder Kohlrabi, Zwiebeln, Mangold, Bohnen, Kürbis und auch Petersilie. Die Preise des ökologisch erzeugten Gemüses sind meist günstiger als im Bioladen und variieren sehr von Feld zu Feld. Billiger sind sie, weil man selber schneiden und die Verpackung selber mitnehmen muss. Manche Felder legen beizeiten Plastiktüten aus, manche aus Prinzip nicht. Karton, Korb, Beutel oder Tasche bieten sich an. Messer zum Schneiden sind meist an der Kasse zu finden. Personal im Gegensatz dazu nicht. Wieder eine Einsparungsmöglichkeit. Dafür kann man auch sonntags frisches Gemüse holen, was

angenehm für unter der Woche stark eingespannte Arbeitnehmer ist.

Großer Blech Hobbock, der als Kasse dient. Daran ist ein Schild mit Preisen befestigt

Bargeld sollte man zudem mit dabei haben. Kartenzahlung ist nicht möglich und Wechselgeld gibt es nicht. Man wirft die Münzen oder Scheine auf Vertrauensbasis in eine Geldbüchse.

Update 2023: Mittlerweile gibt es manchmal die Möglichkeit über Paypal zu überweisen.

Das Gleiche funktioniert bei uns auch mit Blumen ab Juni. Dahlien, Schwertlilien oder Sonnenblumen kann man sich selbst frisch schneiden, die Länge und Größe des Strauchs selbst bestimmen und verpackungslos mitnehmen.

Sonnenblume am Feld mit einer Honigbiene

Zurück noch einmal zum Gemüse. Einige Gemüsebauern haben eine weitere Einnahmequelle gefunden und stellen nun auch Boxen in Wohngebieten auf.

Straßenrand mit Straßenverkauf von Gemüse direkt vom Bauern. Es stehen Kisten aus Holz und Plastik auf. Eine Palette mit Kürbis. Eine Blechtonne dient als Kasse. Die Preise sind auf einer Tafel angeschlagen, die auf der Blechdose angebracht ist.

So kommen wir in unserer Straße an biologisch erzeugte Kartoffeln, große rote Rüben für 20 Cent, Karotten, Zucchini oder Kürbisse aus dem Nachbardorf. Einwurf ist wieder auf Vertrauensbasis, Kauf jederzeit möglich. Nicht immer ist alles da oder aufgefüllt. Im Herbst holen wir uns gerne lagerfähiges Gemüse wie Hokkaido- oder Muskatkürbis,

Kellerfenster mit Blick in den Kellerschacht, in dem ein Korb mit Gemüse steht

Sellerie, Schwarzwurzeln oder Karotten. Da wir keinen kalten Keller haben, lagern wir es im Nordschacht. Der Schacht ist mit einem feinmaschigen Gitter gegen Ungeziefer abgedichtet. So kann man sich übrigens auch mal eine Einkaufstour sparen.



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