top of page

Simple Swap: Nutze Heu statt künstlichen Ostergras

👉 und tu gleich etwas Gutes für Tiere und Umwelt!


Grafik: osternest mit grünem, künstlichem Ostergras versus mit Heu. Sieht beides Toll aus! Schriftzug: Nutzt Heu statt Ostergras und unterstützt Tiere in Not. Außerdem der Gruß: Frohe Ostern

Du möchtest etwas für die Umwelt tun?

Dann mach zu Ostern einfach Folgendes:

Kaufe Heu für dein Osternest statt künstliches Ostergras!


Der Vorteil:

  • Für das Ostergras wurden keine Bäume gefällt.

  • Ihr könnt das Heu, wenn ihr es nicht mehr braucht, ans Tierheim, einen Gnadenhof oder eine Auffangstation spenden. Oder natürlich auch für die eigenen Haustiere nutzen oder Bekannten schenken, die ein Haustier haben.

  • Ihr könnt Heu oder Stroh zum Mulchen Eurer Beete nehmen und somit das Bodenleben fördern und Wasser beim Gießen sparen. Funktioniert übrigens auch bei Töpfen.

  • Ihr könnt das Heu im nächsten Jahr genauso wie künstliches Ostergras weiternutzen, wenn ihr es in einer Kiste verstaut oder in andere Form abdeckt.

  • Außerdem ist eine Packung Heu billiger und reicht nicht nur für ein Osternest!


Früher hat man Ostergras gesammelt oder sogar selbst ausgesät - oder Heu und Stroh.

Heutzutage kaufen viele künstliches Ostergras. Teilweise besteht das Ostergras aus Holzwolle oder Papier. Seltener besteht es aus Sisal.

Ist das nicht unhygienisch?

Wahrscheinlich ist Heu oder Stroh, vor allem wenn ihr es bio kauft, weniger bedenklich.

Achtung Chemikalien!

Ostergras aus Papier besteht sehr oft aus Altpapier. Papierprodukte können mit PFAs beschichtet und verunreinigt sein. Das ist z.B. bei Einwickelpapieren für Burgen, coffe-to-go-Bechern oder Pizzakartons so. Die PFAs können sich durchs Recycling im Altpapier und damit in eurem Ostergras wiederfinden. PFAs sind bedenkliche Ewigkeitschemikalien und die EU überprüft aktuell, ob sie diese nicht massiv einschränken oder gar verbieten. Sie können die Umwelt, aber auch die Gesundheit schädigen und reichern sich in der Natur und auch im Körper des Menschen und von Tieren an. (Mehr Infos in der Broschüre des Umwelt-Bundesamtes "PFAs - gekommen, um zu bleiben")

Außerdem können Altpapiergräser theoretisch Erdölrückstände z.B. von Druckerfarben aufweisen. Druckerfarben beispielsweise enthalten in der Regel Erdöl (es geht auch ohne, aber das ist teurer und wird deshalb weniger eingesetzt) und können sich beim Recycling anreichern. Das ist mit ein Grund, weshalb für Lebensmittel mit Papierverpackungen meist Frischfaser und kein Altpapier verwendet wird. Auch die sogenannten MOSH (gesättigte Mineralölkohlenwasserstoffe) und MOAH (aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe) können sich, wie PFAs im Körper anreichern.

Außerdem hat Stiftung Warentest bei Stichproben herausgefunden, dass gesundheitlich schädliche Substanzen wie primäre aromatische Amine austreten. Das passiert, wenn das Ostergras nicht farbecht ist. Das könnt ihr aber nicht erkennen. Manchmal steht ein Verweis auf der Packung, dass man keine Lebensmittel unverpackt ins Ostergras legen soll. Aber dieser Hinweis fehlt oft.

Osterhasen aus Stoff zum Befüllen in einem Osterkorb aus Naturgeflecht, der mit Heu gefüllt ist

So verpackt ihr Süßigkeiten nachhaltig

Wenn Ihr auf Nummer sicher gehen wollt, dann legt die Süßigkeiten z.B. mit Fülleiern ins Nest oder mit Osterhasen zum Befüllen aus Stoff oder aus upgecycelten Verpackungen.

Befüllbare Varianten können aber generell, je nach Größe, auch ganze Nester ersetzen.


Weiternutzen statt wegwerfen - Tiere freuen sich

Tierheime, Auffangstationen, Tiernotstationen und Gnadenhöfe sind oft sehr froh um Spenden.

Ob Ziegen oder Schafe oder putzige Meerschweinchen und Schafe - sie alle fressen Heu. Aber auch Stroh wird benötigt z.B. für Einstreu.

Wenn ihr eine Packung Heu kauft, reicht euch das für viele Nester. Die meisten haben wahrscheinlich gar nicht so viele zum Beschenken. Künstliches Ostergras kommt meist in kleinen Verpackungen in den Handel und reicht für ein bis zwei Nester.

braunes Meerschweinchen im Heu. Nur der Kopf schaut raus

Bei Heu und Stroh habt ihr den Vorteil, dass euch etwas übrig bleibt. Entweder ihr nutzt es im nächsten Jahr wieder, wenn ihr es lagern könnt. Oder ihr spendet es, wenn ihr es nicht mehr braucht oder auch, wenn euch etwas übrig ist. Damit unterstützt ihr gleich Tierschutzstationen. Ihr könnt gerne unten in den Kommentaren eine Tierschutzstation nennen, die solche Spenden sehr dringend oder generell gut gebrauchen kann.

Wenn ihr keine vor Ort habt, dann einfach "mitdenken und Kosten senken": Kombiniert Wege und fahrt nicht extra - insbesondere, wenn ihr nur mit dem Auto mobil seid. Auch kann man das Heu für andere mitnehmen.

Natürlich freuen sich auch die eigenen Haustiere oder die von Bekannten.


Mulch für Beete und Töpfe

Ihr könnt das Heu oder Stroh außerdem als Mulch für Töpfe und Beete verwenden. Wenn ihr die Erde abdeckt, verdunstet weniger Feuchtigkeit. Dadurch müsst ihr weniger gießen. Gleichzeitig unterstützt ihr das Bodenleben. Einerseits braucht das natürlich Feuchtigkeit und andererseits kann es den Mulch zersetzen und ernährt sich davon. Dadurch gelangen zudem Nährstoffe in eure Erde. So wird sie fruchtbarer.

Ich würde Euch empfehlen, dass ihr gleich nach dem Auslegen euren Mulch gießt, denn damit ist es es schwerer und es fliegt nicht beim nächsten Wind gleich weg. Außerdem verdichtet es sich schon einmal, so dass es auch nach dem nächsten Antrocknen weniger bis gar nicht weggeweht wird.


Insgesamt spart ihr damit Ressourcen.

Das Ostergras wurde nicht extra produziert. Es mussten keine Bäume dafür gefällt werden. Klar, wachsen sie nach, allerdings brauchen wir sie für die Speicherung von CO2. Wenn wir andere Möglichkeiten haben, dann sollten wir diese lieber nutzen. Abgesehen davon fällen wir mehr Bäume als nachwachsen können. (Stand 2024)

Gräser (Heu = getrocknetes Gras) zu nutzen ist von der Energiebilanz deutlich besser als ein Baum. Desweiteren wird es eh für Tiere gebraucht und nicht als Wegwerfware.

Weitere Alternativen wären frisches Gras zu nutzen oder Ostergras extra anzusäen. Natürlich kann man auch eine Schale mit Kresse verwenden und darin nachhaltig verpackte Süßigkeiten legen.

Bei Moos muss man gut aufpassen: Es stehen sehr viele unter Naturschutz und dürfen nicht genutzt werden. Das sind richtig viele. Ich persönlich kenne mich mit den einzelnen Arten nicht aus und hätte auch aktuell keine Lust mich damit zu beschäftigen. Deshalb wären Moose für mich persönlich keine Alternative.

Heu und Stroh könnt ihr auch regional beziehen. Einige Bauern verkaufen für kleines Geld kleine Portionen. Meistens stehen dazu Schilder am Straßenrand.


Übrigens spart ihr auch Geld:

Ich habe gestern extra mit meiner Tochter eine Stichprobe für Euch gemacht - was für ein Service, oder😁 :

Das Ostergras kostete 1,99 Euro.

Das Bergwiesenheu 1,49 Euro.

Ihr spart sogar Geld.


Wenn Ihr diesen Tipp hilfreich fandet, dann teilt gerne den Beitrag!

Wenn ihr keine praktischen Zero Waste Tipps mehr verpassen wollt, könnt ihr euch bei meinem kostenlosen Newsletter anmelden. Hier bekommt ihr ausschließlich Blognews zugeschickt.

Gerne lasst mir auch einen Kommentar da und schreibt mir, wie ihr Ostern feiert. Was klappt da gut, was weniger gut? Ich bin gespannt😀!




Commentaires


bottom of page