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Wassersparen im Haushalt: Der einfache Schüssel-Hack

  • Autorenbild: Kieselstein (Stefanie Kießling)
    Kieselstein (Stefanie Kießling)
  • 27. Apr. 2023
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 3. Apr.

- Warum wir Wasser nicht einfach wegschütten -

Eine weiße Keramikspüle, in der eine Edelstahlschüssel mit Brauchwasser steht. Daneben liegt ein selbstgemachter Lappen aus Stoff. Hinter der Spüle steht ein Brett auf Holz zum Schneiden und eine weiße Keramikkanne mit verschiedenen Spülbürsten aus Naturfasern wie Sisal und Holz

2016 Vielleicht kennst du das Gefühl: Man wäscht frisches Bio-Gemüse und sieht zu, wie das klare Wasser einfach im dunklen Abfluss verschwindet. Für uns fühlt sich das jedes Mal wie Verschwendung an.

Gerade im Sommer ist in unserer Küche oft zu sehen, dass wir eine Schüssel im Waschbecken stehen haben. Eine ordinäre Rührschüssel, die gerade nicht im Gebrauch ist. Damit sparen wir Wasser.

Wie geht Wassersparen mit einer Schüssel im Alltag?

Wenn wir Obst oder Gemüse waschen, dann geschieht das gleich in dieser Schüssel oder spülen es darüber ab und fangen das Wasser darin auf. Dieses Wasser verwenden wir zum Gießen. Im Frühjahr und Herbst, aber besonders im Sommer nutzen wir das Wasser um die Balkonpflanzen (Erdbeeren, Kräuter, Radieschen etc.) zu gießen oder die Pflanzen vor der Haustür. Bei starker Hitze sammeln wir auch das Duschwasser. Einfach einen Stöpsel in die Wanne und das Wasser, so gut es geht, in die Gießkannen schöpfen. Das spart nicht nur Wasser, sondern auch Geld. Man zahlt ja nicht nur für das Zapfen des Wassers, sondern automatisch auch für die Entsorgung, also das Abwasser. Das Abwasser ist sogar deutlich teurer. Klar, es muss eine Kläranlage betrieben werden, was Chemie- und Energieeinsatz etc. bedeutet. Wenn man dadurch Letzteres auch einspart, kommt das wiederum der Umwelt zu Gute. Wenn man also gar kein Frischwasser zum Gießen mehr zieht, sondern das Benutzte auffängt und weiternutzt (reusing), spart man doppelt, nein, dreifach. Doppelt spart man Geld (Brauch- und gleichzeitig Abwasser), und ein weiteres Mal spart man sich die Aufbereitung des Wassers. Sollte es mal ein regnerischer Sommertag sein, sammeln wir das Wasser oft noch mal zusätzlich in einer Gießkanne.


Wasser sparen ohne Kosten & Mühe

Das ist kleiner Wassersparhack, der nichts kostet oder komplizierte Anschaffungen mit sich zieht.


Für wen lohnt sich der Hack?

  • Zimmerpflanzenbesitzer

  • Selbstversorger (Anwärter)

  • Menschen, die (Ressourcen) sparen wollen oder knapp bei Kasse sind

  • Leute, die nicht auf Regenwasser zurückgreifen können


Der Wasserspar-Tipp eignet sich insbesondere für diejenigen, die gerne gärtnern und sich auf diese Weise mit regionalen Obst und Gemüse eindecken. Das hat den Vorteil, dass weniger Ressourcen für den Transport und auch für die Produktion aufgewendet werden müssen.


Mit Brauchwasser gießen & Insekten retten

Aber nicht nur für die Selbstversorger(anwärter) finanziert sich bei knapper Kasse der Gemüseanbau. Auch wenn Du Insektenweiden auf dem Balkon oder vor dem Haus anbieten willst und nicht auf Regenwasser zurückgreifen kannst, ist dies eine Option. Meine Meinung ist:Insekten unterstützen sollten wir alle tun. Wenn nicht aus dem Herzen für Tiere und Umwelt, dann wenigstens für den eigenen Geldbeutel. Je weniger Insekten wir haben, desto teurer wird Obst und Gemüse, weil die Bestäuberleistung nachlässt oder schlimmstenfalls nicht mehr vorhanden ist wie in Sichuan oder anderen Teilen Chinas. Hier muss man mühsam von Hand bestäuben.

Zur Bestäubung durch Insekten sollte man wissen: Einige Wildbienen fliegen nicht viel weiter als 200 Meter. Die Lebensräume werden durch extensive Landwirtschaft, Flächenfraß und Pestizid, sowie Fungizideinsätzen weniger und sogar durchtrennt. Um dem Artensterben Einhalt zu gebieten, legen deshalb einige Gärtner z.B. auch auf ihren Balkonen kleine Insektenweiden mit ungefüllten, regionalen Wildsorten an. Die brauchen natürlich Wasser. So entstehen keine weniger Flecken ohne Nahrung, so dass sich die Insekten leben und auch verbreiten können. Gäbe es über längere Strecken keine Nachrung und Lebensraum (z.B. zum Nisten), können sich Insekten nicht vermehren oder auf Veränderungen wie vorrübergehende Baustellen reagieren.

Du hast weder Balkon noch Garten? Du kannst trotzdem anpflanzen: ein Topf vor der Tür oder ein Balkonkasten am Fenster. Diese gibt es auch als Klemmvorrichtung, so dass man nicht bohren muss.

Bei Zero Waste ist das Ziel, dass ein Rohstoffkreislauf ensteht. Aber der funktioniert nur mit der Natur und nicht gegen sie.


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