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Zero Waste beim Zahnarzt: warum ich meinen Becher mitnehme

Autorenbild: Stefanie Kießling
Stefanie Kießling
vor 5 Stunden
3 Min. Lesezeit

oder woran man erkennt, dass man ein Zero Waste Nerd ist 😀


Tschüss Plastikbecher beim Zahnarzt

Kennt ihr die Plastikbecher beim Zahnarzt und der Zahnreinigung? Für jeden Patienten* gibt es einen neuen.

Ganz schön viel Müll.

Deshalb nehme ich meinen eigenen Becher mit. Schon seit Jahren.

Die Reaktion der Zahnarzt-Praxis auf meinen selbst mitgebrachten Becher?

Als ich vor ein paar Jahren fragte, ob es in Ordnung ist, wenn ich meinen eigenen Becher mitnehme, um Plastik zu vermeiden, war man überrascht und nachdenklich zugleich. Wieviel Müll entsteht eigentlich durch die vielen Plastikbecher?


Hygienisch ist es wohl auch vertretbar, wenn die Patienten ihren eigenen Becher mitnehmen, denn ich bekam grünes Licht.

Mein selbstverständlich sauberer Becher - im eigenen Interesse des Patientens* 😀-wird nun mit einen Grinsen aufgenommen und befüllt.


Macht es Sinn, den eigenen Becher mit zum Zahnarzt zu nehmen?

Ja. Beispiel: ich mache drei Mal im Jahr eine Zahnreinigung und ein- bis zwei Mal im Jahr eine Kontrolle. Da kommt schon was zusammen. Bei den Kontrollen brauche ich den Becher meist nicht, bei der Zahnreinigung definitiv.

Rechnet das mal auf eure Familie hoch oder die Millionen von Deutschen, Österreichern, Schweizern....

In anderen Bereichen setzt man ja auch auf Mehrweg: Zur Physio nimmt man schließlich auch das eigene Handtuch mit, ins Fitnessstudio ebenso, in die Sauna sowieso oder zu Fango ohnehin.


Was kann eine Praxis noch machen, um Müll zu sparen?

  • Diese Sachen macht meine Praxis schon länger.

  • Licht mit Bewegungsmelder - spart Strom.*

  • Handtücher zum Waschen statt Papierhandtücher.

  • Zahnbürsten nur auf Nachfrage


Zahnbürsten nur auf Nachfrage zu bieten ist ein sanfter Antoß, um über das eigene Konsum verhalten nachzudenken. Denn bietet man sie standardmäßig an, dann nehmen die Leute das Angebot unreflektiert an. Wenn sie wissen, sie müssen zu Hause oder mit ihrer eigenen Zahnbürste putzen, dann tun sie es auch. Zur Not nimmt man die Reisezahnbürste mit, wenn man direkt aus der Arbeit zum Zahnarzttermin fährt. An die würde man aber nicht zwingend denken, wenn man weiß, dass in der Praxis die Zahnbürsten bereit liegen. Muss man aber danach fragen, ist es den meisten unangenehmer. Denn man wird automatisch daran erinnert, dass man selber an die Zahnbürste hätte denken können. Nicht vom Personal (von denen bekommt man sie ohne zu zögern), sondern durch das Nachfragen. Das ist nämlich eine kleine Hemmschwelle.

Generell fände ich es in Ordnung, wenn die Zahnbürsten nicht gratis herausgegeben werden würden. Warum auch sollte man Verschwendung noch mit einer gratis Zahnbürste belohnen? Das kostet die Praxis einfach nur Geld. Das ist nach den ganzen Kürzungen im Medizinsektor sowieso knapp - oder sagen wir es doch direkt: zu wenig und unterversorgt.

Wie denkt ihr darüber? Schreibt gerne ganz unten in die Kommentare! Wie ist das in eurer Zahnarztpraxis? Oder generell in anderen Arztpraxen?


*Warum ist Stromsparen auch Zero Waste? Aktuell haben wir immer noch einen Mix aus erneuerbaren und fossilen Energiequellen. Gas und Erdöl sind nicht mit Kreislaufwirtschaft, dem Ziel von Zero Waste vereinbar. Außerdem entstehen viele Emissionen, die im Endeffekt auch Müll sind, wenn auch oft auf den ersten Blick unsichbar, wenn sie z.B. wie CO2 gasförmig sind. CO2 kommt an sich natürlich vor, allerdings reichert sich ein Übermaß an und sorgt für negative Effekte wie Dürren, Überschwemmungen, Erneausfälle, Klimaerwärmung etc.


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Spoiler ja. Warum und wie genau, erkläre ich hier in einfacher Sprache:

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