Kartoffelbrei verwerten: Schnelle Zero Waste Kartoffel-Suppe
- Kieselstein (Stefanie Kießling)

- 28. Apr. 2023
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 19. Jan.
Zero Waste Küche - Kartoffel-Bärlauchsuppe aus Resten vom Vortag
Hast du noch eine Portion Kartoffelbrei vom Vortag übrig? Zu wenig für eine ganze Mahlzeit, aber zu schade für die Tonne? In unserer neuen Serie zur Resteverwertung zeigen wir dir, wie du aus Resten neue Köstlichkeiten zauberst. In Teil 1 verwandeln wir den Brei in eine cremige Kartoffel-Bärlauch-Suppe.
Bei Zero Waste gehört für uns ganz klar auch eine gute Resteverwertung dazu.
Natürlich ist das einerseits weniger Biomüll, andererseits sind es auch weniger Kosten.
Warum ist Resteverwertung wichtig bei Zero Waste?
Ein durchschnittlicher Deutscher Haushalt wirft 30% seines Essens weg. Stellt euch vor, wenn man diese 30% einsparen würde, müsste man 30% weniger nachkaufen. Dann würdet man sich 30% an Geld für Lebensmittel sparen. (Mehr dazu: Erste Schritte - Zero Waste starten)
Damit könnte man sich dann den Aufpreis für Biolebensmittel finanzieren. Nachhaltig produzierte Lebensmittel bedeuten weniger bis gar keine Insektizide, Fungizide oder Pestizide. Damit kann eine Kreislaufwirtschaft, das Ziel von Zero Waste, überhaupt erst stattfinden.
Weniger weggeworfene Lebensmittel ist außerdem mit weniger Energieaufwand und CO2 Ausstoß verbunden. Denkt nur mal an die Transportkosten oder Heizkosten für die Gewächshäuser.
Auf unserer Seite findet man unter Resteverwertung schon einige Möglichkeiten, wie man das praktisch umsetzen kann.
Heute kommt mal wieder eine Idee: Strecken & Umwürzen - das ist eigentlich ein Basic beim Restekochen.
An diesem Beispiel sieht man ganz gut, wie das funktionieren kann:
Kartoffel-Bärlauch-Suppe aus einer übrig geblieben Portion Kartoffelbrei

Ihr braucht:
Das brauchst Du sonst noch:
Mixer, Pürierstab oder einen guten Schneebesen.
Wir hatten genau eine Portion Kartoffelbrei vom Vortag über. Zu wenig für vier Mitesser. Aber auch zu wenig für Gnocchi oder Kroketten. Also haben wir Kartoffel -Bärlauch-Suppe daraus gemacht und das geht richtig schnell.
Wer will beginnt mit Öl erhitzen und gibt Zwiebeln/ und oder Knoblauch dazu.
Ich hab das weggelassen und gleich den Kartoffelbrei mit Wasser aufgegossen. Anfangs etwas weniger und habe dann nach und nach mehr Flüssigkeit dazugegeben. Dabei habe ich das Ganze püriert/gemixt.
Dann kam noch der Bärlauch hinzu. Den hatten wir frisch gepflückt. Passt ja gerade zur Saison. Wer mit einem Mixgerät arbeitet, kann den Bärlauch im ganzen dazu geben. Ansonsten ist es ratsam, den Bärlauch vorher etwas klein zu hacken.
Zum Abschmecken gaben wir noch etwas selbstgemachte Brühe dazu (Rezept findet Ihr DIY-Gemüsebrühe) und Pfeffer. Noch einmal aufkochen und fertig ist die leckere Suppe.
So kamen vier Portionen Kartoffel-Bärlauch-Suppe für uns raus. Im Endeffekt wurde einfach das Essen etwas gestreckt und umgewürzt. Strecken und anders Würzen sind zwei gute, praktische Tipps, wenn man Reste verwerten möchte.
Zero Waste Tipps & Variationen:
"Milch" statt Wasser
Statt Wasser könnt Ihr auch Pflanzen-, Nuss- oder Kuh milch hinzugeben oder einen Klacks Sahne oder vegane Sahne / Nussmus. Aber ich finde, das braucht es nicht unbedingt. Die Kartoffeln machen das Ganze eh schön sämig.
Alternativen zu Bärlauch
Wenn ihr keinen Bärlauch habt, könnt ihr auch Petersilien- oder Basilikumstängel pürieren und hinzugeben. Natürlich eignen sich auch die Blätter. Ich will damit nur darauf hinweisen, dass die Stängel oft genauso viel Aroma haben und sich perfekt in Suppen eignen. Meistens werden sie aber weggeworfen. Deshalb habe ich sie einfach mal als erstes genannt.
Guten Appetit!
Was macht ihr aus übrigen Kartoffelbrei? Schreibt es mir in die Kommentare oder per Kontakt! Ich freue mich immer über Inspirationen!
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Süß sind sie so ein tolles Zero Waste Frühstück.

Orangenschalen verwerten - Zitrusbonbons
Ganz nebenbei entsteht hier auch noch ein Sirup für erfrischende Limonaden.
Das kannst Du sicher nicht im Supermarkt kaufen.
Hat Dir mein Rezept gefallen? Ich bin Stefanie von der Zero Waste Familie und ich freue mich, wenn ihr das Rezept ausprobiert oder sogar teilt! Gerne könnt ihr mich auch dazu auf social media markieren!









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